10 Dinge, mit denen Dich Kapstadt verzaubert

Kapstadt – eiskaltes Meer, stürmischer Wind und wunderschöne Strände, hohe Berge, Vielfalt und Kultur. Diese fabelhafte Stadt im Süden Afrikas hat mich einfach verzaubert. Und was mit mir und Männern eher selten möglich ist, hat Kapstadt sofort geschafft: Liebe auf den ersten Blick! Eine wunderbare Woche habe ich in dieser Metropole verbracht und es war definitiv viel zu kurz, um alles zu entdecken. Wenn man jedoch nicht jeden Tag faul am Strand rumhängt, kommt man doch schon ein bisschen rum, weswegen ein Blogpost über 7 Tage Kapstadt wohl etwas zu lang geworden wäre, daher gibt es nun meine Top 10 für Kapstadt.

1. Zu Fuß die Stadt entdecken

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Kapstadt hat so unendlich viel zu bieten und zu Fuß sieht man einfach immer noch ein bisschen mehr, als wenn man nur von Touri-Attraktion zur nächsten fährt. Also Schuhe an und loslaufen! Wer sich selbst ein bisschen verloren fühlt und auch noch gerne mehr über die Stadt und südafrikanische Geschichte erfahren möchte, der kann eine der Free Walking Tours machen. Ob Book-Kaap, District 6 oder V&A Waterfront, die Touren dauern ca. 1,5 h und am Ende gibt man so viel Trinkgeld, wie man eben möchte. Ich fand die Tour durch District 6 sehr interessant und hätte vor allem diese Emotionen ohne die Erzählungen des Einheimischen, niemals in einem Museum gefunden. So bleibt Geschichte gleich besser in den grauen Zellen und man bekommt sogar Lust noch mehr zu recherchieren und zu lesen.

2. Lions Head – Sunrise

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Warum dieser Berg nun Lions Head heißen musste, habe ich nicht ganz verstanden, denn den Löwenkopf konnte ich einfach nicht erkennen. Dennoch: Auch Langschläfer sollten sich den Wecker auf 3 Uhr in der Früh stellen und zum Sonnenaufgang die etwa einstündige Wanderung auf den 670 m hohen Lions Head wagen. Oder man macht gleich die Nacht durch! Der Blick auf Kapstadt ist einfach der absolute Wahnsinn!!! Und die einzigartige Natur am unteren Zipfel Afrikas, lässt sich so ganz aus der Nähe bewundern. Dafür lohnt sich der Schlafmangel auch. Versprochen!

3. Strand und Meer

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Ob Muizenberg, der bekannte Strand mit den bunten Umkleidekabinen, Camps Bay, Hout Bay, Bloubergstrand, Clifton oder Boulders Beach, man könnte alleine eine Woche damit verbringen jeden der unzähligen Strände in Kapstadt auszuprobieren. Frostbeulen aufgepasst: der Atlantik ist ziemlich – also wirklich verdammt – kalt! Da kühle ich mich lieber nur schnell ab und brutzle dann weiter in der Sonne. Und vor Haien nimmt man sich besser in Acht!

4. Weinprobe

Als Weinliebhaber sollte man sich einen Besuch in mindestens einem der vielen Weingüter rund um Kapstadt definitiv nicht entgehen lassen. Am besten man plant einen Tag in der bekannten Weinregion Stellenbosch und besucht gleich mehrere Weingüter für eine Weinprobe. Die sind auch noch ziemlich günstig und man kann die verschiedensten Tropfen probieren. Mein Liebling war der Gewürztraminer von Simonsig. Köstlich! Und abgesehen von guten Weinen, ist die Region einfach wunderschön. Wer nicht ganz so weit fahren möchte, kann es sich auch in Constantia gutgehen lassen.

5. Robben

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Schon von weitem hörte man das laute, dumpfe Gebrüll der Robben. Auch wenn ich auf der Bootstour zur Duiker Island von Hout Bay gemerkt habe, dass ich leider nicht Seetauglich bin, waren kuschligen Robben doch die Übelkeit wert. Nichts ist süßer, als eine Robbe die versucht aus dem Wasser zurück auf den Felsen zu hüpfen und dabei langsam wieder abrutscht.

6. Kaffee trinken

Kaffeeliebhaber aufgepasst: Haltet trotz straffem Sideseeing-Plan unbedingt ein paar Stündchen frei, um verschiedene Coffee Bars auszuprobieren! Kapstadt hat eine großartige Kaffeekultur und einfach wirklich guten, lokalen Kaffee! Mein Favorit: „Yours Truly“!

7. Neighbourgoods Market und andere Märkte

In Kapstadt gibt es einige tolle Märkte und Einkaufsmöglichkeiten mit Waren lokaler Künstler, afrikanischer Handwerkskunst oder leckerem Essen. Falls möglich, plant Eure Kapstadt-Reise unbedingt so, dass ihr samstags in der Stadt seid. Warum? Den Neighbourgoods Market im „The Old Biscuit Mill“ im Stadtteil Woodstock darf man einfach nicht verpassen. Man kann hier nicht nur seinen Geldbeutel leichter machen und tollen Schmuck oder andere Accessoires kaufen, sondern bekommt auch noch kulinarische Köstlichkeiten und coole Beats geboten. Da weiß man wirklich gar nicht, wo man zuerst anfangen soll. Kokosnüsse, Salate, Waffeln, frischgepresste Säfte, Schokolade, Cocktails und vieles mehr laden zum genießen ein. Und wer noch Souvenirs für die Liebsten in der Heimat braucht, der kann beim Greenmarket Square noch so einige Mitbringsel erwerben.

Vintage-Fans sind in der Longstreet bestens aufgehoben und können sich von einem kleinen Laden zum nächsten vorarbeiten. Und wer nach dem Neighbourgoods Market noch hungrig sein sollte, kann dem Food Market an der V&A Waterfront einen Besuch abstatten. Zum Frühstücken fand ich es hier übrigens super – ein Start in den Tag nach meinem Geschmack!

8. Chapman’s Peak Drive

Eine Straße an der Küste, im Fels, mit einer atemberaubenden Aussicht – der Chapman’s Peak Drive. Was für ein irres Gefühl! Ein paar Mal wurde mir aber, wenn ich ganz ehrlich bin, doch etwas schlecht bei der ein oder anderen Kurve. Am besten die Fahrt auf der 9km langen Küstenstraße zum Sonnenuntergang planen: ein absoluter Traum!

9. Table Mountain

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Hier schlägt jedes Wanderherz höher: der 1090 m hohe Tafelberg bietet an klaren Tagen einen atemberaubenden Rundblick und ist je nach Wanderroute eine kleine Herausforderung für seinen Besteiger. Für den Aufstieg sollte man unbedingt das Wetter im Auge behalten, denn hier oben kann unter anderem sehr starker Wind wehen. Zudem ist eine Wanderkarte empfehlenswert, denn die sporadischen Wegmarkierungen, geben einem kein Gefühl der Sicherheit. Und um sich zu verlaufen ist der Tafelberg dann doch etwas groß. Wem Wandern zu anstrengend ist, der sollte zumindest mit der Seilbahn den Berg erklimmen und die Atmosphäre, besondere Vegetation und natürlich die Aussicht genießen.

10. Pinguine

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„Warning! Please look under your vehicle for penguins.“ Solche Schilder habe ich bisher auch noch nicht gesehen, doch scheint der Boulders Beach in Simon’s Town den kleinen Pinguinen wohl manchmal zu langweilig zu werden, weswegen sie auch auf Straßen und Parkplätzen vorbeischauen. An dem wunderschönen Boulders Beach kann man jedenfalls mit Pinguinen schwimmen und am Strand rumliegen. Manchmal scheinen die Süßen jedoch von uns Zweibeinern etwas genervt zu sein – verständlich bei den Tourimassen – und versuchen auch schonmal zu schnappen. Abstand halten und von der Ferne bewundern!

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Ein paar Tipps zum Abschluss

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Übernachten

Sei es London, Paris oder eben Kapstadt, Metropolen sind meistens verdammt teuer. Und damit nicht ein Großteil der Urlaubskasse für die Unterkunft draufgeht, kann man es ruhig mal mit Couchsurfen versuchen. Man spart nicht nur ein bisschen Geld, sondern – und noch viel besser – lernt neue und gleichgesinnte Leute kennen, die einem vielleicht auch direkt noch die Stadt zeigen und mit zu Orten abseits der Tourismusziele nehmen.

Reisezeit

Für mich war die Woche über Silvester in Kapstadt großartig! Dennoch: Wer nicht unbedingt ins neue Jahr in Kapstadt rutschen will, der ist zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr definitiv besser dran. Um Weihnachten und Neujahr ist die Stadt nämlich vor allem eines: Überfüllt! Und da es so viel zu sehen gibt, wäre es schade die kostbare Zeit mit Stau und Schlangestehen zu verbringen.

Uber

Das sichere Fortbewegungsmittel in Kapstadt ist „Uber“. Am besten die App schon im schnellen WLAN in der Heimat laden und sich vor Ort dann eine Sim-Karte zulegen und diese mit Data aufladen. Man bestellt sich ein Taxi zum gewünschten Ort und zahlt anschließend in Bar oder vorher über die App mit Kreditkarte. Barzahler sollten möglichst viel Kleingeld parat haben. Und als Tourist definitiv etwas aufpassen: Wenn man die Route selbst nicht kennt, kann es sein, dass der Fahrer eine längere Strecke wählt, um mehr Geld zu verdienen. Besonders praktisch ist die Funktion „Vorbestellen“ bei der App. So sichert man sich z.B. sein Taxi frühmorgens zum Flughafen.

Sonnenschutz

Irgendwie ist es doch immer gleich, in den Ländern, in denen die Sonne unerbittlich brennt, ist Sonnenschutz meist am teuersten. Also: Lieber am Duschgel sparen und dafür mehr Sonnencreme ins Gepäck! Die 10€ kann man bestimmt besser investieren. Und sich natürlich immer wieder einschmieren, denn die südafrikanische Sonne ist ziemlich aggressiv.

Fazit

Absolute Reiseempfehlung für eine Stadt, die viel mehr als einen klassischen Städtetrip bietet.

Veröffentlicht von

23, Studentin, Schreiberling, Ronja Räubertochter mit Hang zu rosa und veganer Kosmetik.

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