Wandern auf dem Tafelberg

Der 1086m hohe Tafelberg inmitten Kapstadts ist das absolute Wahrzeichen der Stadt und zählt zu einem der 7 Naturwunder der Erde. Die anstrengende Wanderung ist dank atemberaubender Aussicht und einzigartiger Vegetation ein unbedingtes Muss für jede Kapstadtreise.

 

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Häufig ist der Tafelberg von einer Wolkendecke umgeben. „Tischtuch“ nennen die Kapstädter dieses Naturschauspiel liebevoll. Es gibt sogar eine kleine Legende dazu: „Van Hunks und der Teufel“.

Van Hunks, ein niederländischer Seemann genießt seinen Ruhestand in Kapstadt. Um seiner nervigen Frau zu entgehen, verbringt er seine Tage damit Pfeife zu rauchen an seinem Lieblingsplatz auf dem Tafelberg. Er blickt auf das Meer und bläst genüsslich weiße Rauchschwaden in die Luft. Eines Tages stellt er mit Erschrecken fest, dass ein Fremder auf seinem Lieblingsplatz sietzt. Dieser fragt Van Hunks nach Tabak, worauf sich dieser damit brüstet, dass nur er so viel rauchen könnte. Es beginnt ein Wettstreit und die zwei Männer sind von dichten Rauchschwaden umgeben. Erschöpft von zwei Tagen andauerndem Rauchen lehnt sich der Fremde vor wodurch sein Hut verrutscht. Van Hunks sieht, dass es sich bei dem Fremden um den Teufel persönlich handelt. Der Teufel ist rasend vor Wut von einem sterblichen geschlagen worden zu sein. Nach einem hellen Blitz verschwinden sie in dichten Rauchwolken. Zurück bleiben die Tabakschwaden, die wir heute „Tischtuch“ nennen.

Während meiner Wanderung auf dem Tafelberg, gönnten sich die zwei Rauchenden leider keine Pause. Doch der erste und schönste Teil der Wanderung, war zum Glück doch „rauchfrei“.  Die Wanderung über die sogenannten Zwölf Apostel, war ein echter Höhepunkt meiner Kapstadtreise. Der Weg führte von Camps Bay über den historischen Pipe Track nach Kasteelspoort und dann weiter zur Seilbahnstation. Die westliche Seite des Tafelbergmassivs hat man Zwölf Apostel genannt, da Bergkuppen mit dazwischen liegenden Tälern aufeinander folgen. Hier hat sich allerdings jemand ziemlich verzählt, denn die sogenannten Zwölf Apostel sind eigentlich 18… Jede der Bergkuppen hat außerdem noch einen eigenen Namen: Blinkwater Peak, Porcupine, Jubilee Barrier, Valken, Kasteel, Postern, Wood, Spring, Slangolie, Corridor, Grootkop, Separation, Victoria, Grove, Llandudno Peak, Llandudno Corner, Hout Bay Corner.

Besonders faszinierend ist – abgesehen von der atemberaubenden Aussicht – die Vegetation auf dem Tafelberg. Hier wachsen über 1.400 Pflanzen auf einer Fläche von ca. 6.000 Hektar. Viele dieser Pflanzen sind zudem einmalig in der Welt und wachsen ausschließlich auf dem Tafelbergmassiv. Flora und Fauna im Tafelberg Nationalpark sind unter Naturschutz gestellt.

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Abgesehen von der dichten Wolkendecke, kann dem Wanderer auch der Wind ungemütlich und schließlich auch gefährlich werden. Der berühmte Südostwind am Kap kann nämlich Windspitzen von 130 km / h erreichen. Dieser „Cape Doctor“ vertreibt Smog sowie Hitze aus der Stadt und fegt die Straßen sauber.

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Das Gefühl auf diesem Berg zu stehen war jedenfalls einmalig! Mit Höhenangst machen die zwei Leitern, die man auf dem Weg zur Seilbahnstation erklimmen muss, allerdings wirklich keinen Spaß! Und ganz wichtig: Nicht alleine Wandern, genug Wasser & Essen dabei haben und passende Kleidung für das unbeständige Wetter. Und so eine Wanderkarte wäre praktisch gewesen, denn lediglich auf die Schilder kann man sich wirklich nicht verlassen!

Verfasst von

23, Studentin, Schreiberling, Ronja Räubertochter mit Hang zu rosa und veganer Kosmetik.

Ein Kommentar zu „Wandern auf dem Tafelberg

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