Buchtipp: Margos Spuren

„Margo hat Rätsel immer geliebt. Und bei allem, was später passierte, wurde ich den Gedanken nicht los, dass sie Rätsel vielleicht so liebte, dass sie selbst zu einem wurde.“ Ein neues Lieblingsbuch findet seinen Platz in meinem Bücherregal: Margos Spuren von John Green.

Der dritte Roman des US-Amerikaners erschien bereits 2010 in Deutschland, dieses Jahr in einer Neuauflage. Seit ich „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von ihm gelesen habe, bin ich bereits ein großer Fan seiner Schreibweise. Zwar sind seine Romane eher für Jugendliche gedacht, doch sind die wunderschönen Geschichten es einfach wert, sich nicht an die Altersempfehlung zu halten.

Inhalt: 

Schon seit seiner Kindheit ist Quentin in seine Nachbarin Margo Roth Spiegelman verliebt. Schon mit neun Jahren war sie für ihn das „schönste und tollste Wesen auf Gottes Erde“. Später sorgt sie für Ehrfurcht und Staunen. „Die Geschichten, die über sie kursierten, endeten immer mit: Unglaublich, Mann.“ Quentin dagegen mag Routine und Langeweile. Er ist der nette Junge von Nebenan. Bis eines Abends kurz vor Mitternacht Margo sein Schlafzimmerfenster aufschob: „Ich brauche dein Auto.“


„Ich lerne, dass diese Angst nichts zu tun hat mit den müßigen Fantasien von einem, der insgeheim hofft, dass ihm was Wichtiges passiert, selbst wenn das Wichtige schrecklich ist.“ 
(S. 154, 10. Auflage 2015)

 

Margo hat Quentin, der von seinen Freunden „Q“ genannt wird, als Helfer für einen persönlichen Rachefeldzug auserkoren. In der verrücktesten Nacht seines Lebens, verpassen sie gemeinsam allen Freunden, die Margo enttäuscht haben, einen Denkzettel. „Das war eine wilde Nacht“, flüsterte Q kurz bevor er sich ins Haus schlich. Er träumte bereits davon Margo in der Schule zu sehen, mit ihr zu reden und… Doch am nächsten Morgen war Margo verschwunden.

„Eine falsche Stadt für ein Plastikmädchen.“
(S. 318, 10. Auflage 2015)

 

Daraufhin beginnt Quentin mit der Suche nach ihr. Während er Rätsel und Hinweise entschlüsselt, lernt er sie erst richtig kennen und bemerkt dabei, dass in ihr viel mehr steckt, als das gut aussehende, beliebte Highschool-Mädchen. Gleichzeitig wächst Q über sich hinaus und verlässt seine langweilige und sichere Komfort-Zone.

„Ich kann nicht du sein. Du kannst nicht ich sein. Wir können uns einander vorstellen – aber nie völlig.“ 
(S. 328, 10. Auflage 2015)

 

Schreibweise:

John Green schafft es in „Margos Spuren“ eine spannende Geschichte zu erzählen und dabei die großen Themen des Lebens, vor allem Liebe und Freundschaft, zu thematisieren. Im einen Moment schmunzelt man übers ganze Gesicht, im nächsten wird man angeregt über das Leben nachzudenken. Der Roman zeigt, wie trügerisch der Schein sein kann, die Unterschiede von Vorstellung und Realität und zerstört die Fassade von Plastikmenschen und -städten. Green entführt den Leser in eine Geschichte, die man erleben will. Die Charaktere wachsen einem sofort ans Herz. Dies wird besonders dadurch unterstützt, dass man die Geschehnisse aus der Sicht Quentins erfährt. Das unerwartete Ende rundet die Geschichte ab.

 

Fazit:

Absolute Leseempfehlung!!! Ein humorvolles, wunderschönes, leicht melancholisches Buch über Liebe, Freundschaft und Erwachsenwerden. 
 
 

Veröffentlicht von

23, Studentin, Schreiberling, Ronja Räubertochter mit Hang zu rosa und veganer Kosmetik.

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