Als Nachwuchsjournalistin nach Sibirien

Ich kann es noch immer kaum glauben: Nächste Woche reise ich nach Sibirien!!! Es geht nach Tomsk, gemeinsam mit der Aktion West-Ost, von der ich ein Kurzstipendium als Nachwuchsjournalistin erhalten habe. Ich bin schon sehr gespannt, was ich alles erleben werde.


Im Juni habe ich mich auf gut Glück für das Stipendium beworben. Dabei habe ich wirklich nicht damit gerechnet den Platz zu kriegen. Schließlich war ich noch nie in Russland, spreche kein Russisch und war bis jetzt fast nur innerhalb von Europa auf Reisen. Als dann die Zusage kam, war ich völlig geplättet. 


Die Aktion West-Ost ist ein Dachverband von vier katholischen Jugendverbänden. Hier werden Treffen für Jugendliche organisiert, von denen viele internationale Begegnungen darstellen. So lernen sich junge Menschen aus Mittel- und Osteuropa kennen und beschäftigen sich dabei mit aktuellen Themen, singen, lernen Sprache und die Kultur der anderen kennen.

Die Reise, die ich begleiten darf, ist ein deutsch-polnisch-russisches Bildungs- und Begegnungsprojekt. Das Thema lautet „Stadt“. Je zehn Studenten aus den drei Ländern werden sich in Tomsk mit dem urbanen Wandel beschäftigen und mehr über die Gestaltung des Lebens in Städten lernen.  

Im Juli ging es dann auch schon nach Düsseldorf zum Vorbereitungs- und Kennenlernwochenende. Hier traf ich die anderen Teilnehmer aus Deutschland, füllte den Visa-Antrag mithilfe der Organisatorinnen aus und bekam die ersten Informationen rund um das Thema Stadt. Das Wochenende war sehr intensiv und mein Kopf war auf dem Heimweg prall gefüllt. 

Seitdem recherchiere ich zu Tomsk und verschiedenen Themen, schreibe unzählige Mails, spreche mich mit der Organisation ab, telefoniere und mache eifrig Notizen. Das ist eben die andere Seite der Medaille: Wenn man ein Stipendium bekommt, trägt man auch eine hohe Verantwortung und muss auch etwas leisten. Ich bin mir dieser besonderen Chance bewusst und hoffe, dass ich dem Anspruch der Aktion West-Ost gerecht werde.

Meine Rolle als Nachwuchsjournalistin ist zum Glück ziemlich flexibel. Das heißt ich kann an den Veranstaltungen mit den anderen Teilnehmern rund um das Thema Stadt teilnehmen, mich aber auch alleine auf den Weg machen und nach spannenden Geschichten suchen. 

Noch ist vieles offen: Worüber werde ich schreiben? Wo kann ich schreiben? In Cafés? In der Uni? Wen werde ich alles kennenlernen? Wie werde ich mich in Tomsk zurechtfinden? Wie überwinde ich die Sprachbarriere? Was muss ich alles einpacken? Wie bringe ich meine Artikel anschließend an den Mann und wo werden sie womöglich veröffentlicht? 

Nach dem Telefonat gestern mit Sebastian Kraft – er ist Journalist beim Bayrischen Rundfunk – wurden mir zum Glück schon ein paar Sorgen genommen. „Die Geschichten sind da! Sie liegen auf der Straße“, machte er mir deutlich, dass ich zwar einiges vorher organisieren und recherchieren könne, sich aber letztlich erst viel vor Ort ergibt. 

Ich bin gespannt, was genau in Tomsk passieren wird und werde Euch auf dem Laufenden halten! 

Veröffentlicht von

23, Studentin, Schreiberling, Ronja Räubertochter mit Hang zu rosa und veganer Kosmetik.

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