Fernweh – die unstillbare Sehnsucht

Fernweh, dass ist die Sehnsucht nach fernen Ländern, die vertraute Umgebung zu verlassen und die Welt zu entdecken.

Dieses Gefühl weg zu sein, raus sein, frei sein. Man steigt aus dem Transportmittel aus und taucht ein in eine andere Welt. Unbekannte Gerüche werden wahrgenommen. Der Blick streift umher. Die Augen wissen nicht, wo sie zuerst stehen bleiben sollen. Es gibt einfach so viel zu sehen. Neue Wege erklimmen, große Bauwerke betrachten und fremde Speisen probieren.
Fernweh ist das Gegenteil von Heimweh. Das Verlangen woanders als hier zu sein. Ein Verlangen von Orten, die man nicht kennt, von denen man nur gehört oder ein paar Bilder gesehen hat. Die Faszination für die Fremde. Man träumt sich fort. Fühlt sich ein bisschen gefangen in dem täglichen Trott. Wo ist der neue Input? Fremde Kulturen sollen mich inspirieren, den Horizont öffnen, meinen Lebensstil verändern, mich lehren und mich reicher machen.
Reisen ist das Entdecken, dass alle Unrecht haben mit dem, was sie über andere Länder denken.
Aldous Huxley (1894 – 1963)
 
Noch sind es Träume, Wünsche, Pläne. Wir müssen Verzicht lernen, um sie zu erfüllen. Sparen für den großen Traum fort zu sein. Doch Reisen macht uns reich. Reich an Erfahrung.  Reisen bildet. Das Wissen wie es vor Ort wirklich ist. Mit eigenen Augen sehen, ist viel mehr als nur davon zu lesen. Man gibt zwar Geld aus, um zu reisen, doch erhält man letztlich einen größeren Wert zurück.
 
Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Drum nähme ich den Stock und Hut und tät das Reisen wählen.
Matthias Claudius (1740 – 1815)
 
Während wir vor Ort häufig völlig geplättet von dem vielen Input und den neuen Erlebnissen sind, werden wir zurück Zuhause zu Geschichtenerzählern. Ich liebe es in meinem Reisetagebuch zu blättern und an die schönen Momente erinnert zu werden. Nirgends bin ich so inspiriert zu schreiben, wie an einem anderen Ort, fern der Heimat.
 
Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumten, und finden doch stets nur uns selbst. Günter Kunert (*1929)
Aber das aller wunderbarste an Reisen ist, dass obwohl man an einem fernen Ort ist, weit weg von der Heimat, man sich schließlich selbst findet und sich selbst näher ist, als je zuvor.
Und so machen wir, getrieben von der Sehnsucht, Listen. Listen, wo wir gewesen sein wollen, bevor wir sterben. Große, laute Städte, verborgene Bergseen, schmale Pfade, weiße Strände mit blauem Meer, ganze Länder und Kontinente. Es gibt so viel zu sehen.
Ein Tages – werde ich die Welt bereisen. Bis dahin: Träumen. Sparen. Planen. Mein Fernweh ist die beste Motivation!
 

Veröffentlicht von

23, Studentin, Schreiberling, Ronja Räubertochter mit Hang zu rosa und veganer Kosmetik.

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