Buchkritik: Die Liebe deines Lebens – Eine Liebesgeschichte ohne Überraschungen

„Die Liebe deines Lebens“ von der Bestseller-Autorin Cecelia Ahern, verspricht eine romantische – sogar bezaubernde – Liebesgeschichte, die das Leben verändert.


Inhalt

Das Buch handelt von der Jobvermittlerin Christine, die gerade ihre unglückliche Ehe beendet hat und nun ihr Glück sucht. Um es zu finden, verschlingt sie nahezu jeden Ratgeber. Auf dieser Suche begegnet ihr zunächst Simon Conwell, den sie nicht davon abhalten kann, sich das Leben zu nehmen. Sie hatte ihn eigentlich schon davon überzeugt die Waffe niederzulegen, doch dann drückt er doch ab. 

Kurz darauf – welch Zufall! Ein Blitz schlägt schließlich immer zweimal an der selben Stelle ein – trifft sie auf einer Brücke Adam, der kurz davor ist zu springen, weil er (ebenfalls) nicht mehr weiterleben will. Aufgrund ihrer erschütternden Erfahrung mit Simon, will sie unbedingt helfen und jetzt alles richtig machen. Mit einem Deal gelingt es ihr Adam davon zu überzeugen heute noch nicht zu springen: Bis zu seinem Geburtstag, also innerhalb von zwei Wochen, will sie ihm zeigen, dass das Leben lebenswert ist. 

Dazu versucht sie sein, aus den Fugen geratenes Leben, wieder in die richtige Bahn zu bewegen – natürlich mit Hilfe ihrer heißbeliebten Ratgeber. Dabei sorgt sie häufiger für ein Riesenchaos. Ein wichtiger Baustein hierfür ist es, Adam wieder mit seiner großen Liebe zusammenzubringen, die ihn im Übrigen betrogen hat. Doch – wie sollte es auch anders sein – verliebt Christine sich natürlich in ihn. Sie leidet still während sie sich romantische Gesten für Maria überlegt und durchzieht. 

Während sich Christine um Adam, ihre besten Freunde und Klienten sorgt, wird deutlich, dass sie selbst völlig unglücklich ist und sich selbst vergisst. So lässt sie sich von ihrem Noch-Ehemann harte Gemeinheiten gefallen, ohne zu reagieren. 

Fazit

Einerseits ist das Buch sehr schön. Ich mag die lebensbejahende Aussage. Gegen den Selbstmord und für das Leben. Daneben musste ich beim Lesen oft schmunzeln. Humor mit dem schweren Thema Selbstmord zu verbinden, hat Ahern sehr gut geschafft. Die lustigen Szenen halten sich mit klassischen Kitsch ganz gut die Waage. Die Unternehmungen, die Christine mit Adam macht, damit er das Leben wieder schön findet, regen das eigene Denken an. In den kleinen Dingen des Lebens liegt eben die schönste Freude. 

Andererseits ist „Die Liebe deines Lebens“ schrecklich vorhersehbar und hat mich nicht wirklich mitgerissen. Ich wusste von Anfang an, dass es zwischen Adam und Christine knistern wird. Das Buch musste ich lediglich für das WIE lesen.  Außerdem sind die Antagonisten eher Stereotypen und teilweise stark überspitzt. So zum Beispiel der Vater von Adam oder die Familie von Christine. Ihr Verhalten gegenüber ihrem Ehemann machte sie mir sehr unsympathisch. Sie lässt sich anschreien, schlecht behandeln und tut rein gar nichts dagegen?! Allerdings zeigt dies wohl am besten ihre Machtlosigkeit und Lethargie. 

Zusammengefasst liest sich das Buch sehr flüssig, zwar ohne größere Spannung aber mit sympathischen, nicht sonderlich komplizierten Protagonisten. Es fehlt etwas an Tiefe. Für einen ruhigen Abend dennoch geeignet. „Die Liebe deines Lebens“ wird nicht mein liebstes Buch von Ahern. 


Verfasst von

24, Studentin mit Fernweh und immer einem Buch in der Tasche.

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