So klappt es mit den Prüfungen

Noch wenige Wochen, dann ist das Sommersemester auch schon wieder geschafft. Hoffentlich. Denn nun stehen einige Klausuren an. Verdammt. Hatte ich mir nicht vor diesem Semester vorgenommen, regelmäßig zu wiederholen, frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen, überhaupt viel viel mehr zu lernen…
Wurde wohl nichts draus. Wie immer eben. Die Zeit war gegen mich und nun gucke ich doof aus der Wäsche. Vier Wochen bleiben noch um das Semester zu retten und gut über die Bühne zu bringen. Deswegen habe ich mich mit Strategien, Tipps und Tricks rund um das Thema Lernen auseinandergesetzt. Und damit ihr auch was davon habt, teile ich meine Erkenntnisse natürlich gerne mit euch!


1. Frühzeitig Anfangen: 

Ja klar, der Zug ist jetzt schon abgefahren. Dennoch ist ein Unterschied, ob ich noch ein paar Wochen oder nur noch wenige Tage habe. Letztlich gilt, dass kurzfristiges Lernen völlig für die Katz ist. Nicht nur weil man es nicht schafft, den ganzen Stoff für die Prüfung zu behalten, sondern auch, weil dieses Wissen nicht in Erinnerung bleibt. Bulimie-Lernen ist der hierfür häufig verwendete Begriff. So wird das exzessive Gelernte nach der Prüfung einfach „ausgekotzt“ und ist nicht mehr abrufbar. Schade um die viele Zeit.


2. Regelmäßig Lernen: 

Wer regelmäßig 30- 40 Minuten für ein Fach lernt, muss kurz vor der Prüfung lediglich wiederholen. Das ist effektiv und vor allem zeitsparend. Also täglich die Nase in die Bücher, Skripte und Aufschriebe!


3. Mind Maps:

Um sich einen guten Überblick über ein Thema zu verschaffen, sind Mind Maps zu empfehlen. Durch die Stichpunkte kann man sich die wichtigsten Aspekte eines Themas besser behalten. Andere Möglichkeiten sind Tabellen, Schemata und Grafiken.


4. Motivation: 

Wer sich bereits vor dem Lernen innerlich dagegen sträubt, lernt definitiv schlechter und mit einer gewissen Ablehnungshaltung. Sucht euch also irgendeine Motivation um Lernen zu können. Dies könnte zum Beispiel eine Belohnung sein: Shoppen, faules Wochenende, Urlaub…


5. Lerntyp:

Man sollte sich fragen, welcher Lerntyp man überhaupt ist. Der eine lernt besonders gut in der Gruppe, der andere braucht absolute Stille… Ist man sich darüber im Klaren, findet man leichter seinen absoluten Lern-Wohlfühl-Ort.


6. Spickzettel:

Nein den sollt ihr nicht zum Spicken während der Klausur verwenden. Der positive Aspekt eines Spickzettels (NUR BEI NICHTVERWENDUNG) liegt darin, dass man den Stoff verdichtet und sich die wirklich zentralen Aussagen so gut merkt. Damit schafft man wahrscheinlich nicht die 15 Punkte, weil einem Schlau-Wissen fehlt, aber bestehen ist somit definitiv drin.


7. Vertrauen:

Vertraue in dich selbst! Immer wieder wird einem von anderen dieses und jenes Buch empfohlen, dieser Crashkurs, jene Website usw. Vor allem aufpassen bei Empfehlungen von Dozenten, Professoren o.a. Die wollen ihre Bücher auch einfach nur verkaufen. All dieser Input von außen, was man lesen muss, wie man lernen soll usw. setzt einen unter Druck und lenkt letztlich vom Lernen ab. Deshalb gilt auf sich selbst zu vertrauen und nicht nur das nachmachen, was andere sagen.


8. Grob anfangen: 

Um erfolgreich Klausuren zu bestehen, ist es sinnvoll beim lernen vom Groben ins Detail zu gehen. Das heißt: Ich beginne mit einem Überblick über die Materie. Wenn diese Grundlagen dann einigermaßen im Kopf sitzen, eignet man sich mit Details das nötige Wissen für die besseren Noten an. Direkt mit einem dicken Lehrbuch/ Skript etc. anzufangen gibt einem direkt das Gefühl völlig erschlagen zu sein und demotiviert daher – ganz nach dem Spruch: „Man sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr“.


9. Nicht nur Lesen: 

Wirklich erfolgreich und langfristig lernt man erst, wenn man mehrere „Kanäle“ – also Zugänge zu meinem Hirn – nutzt. Es gibt ganze 3 Kanäle: Sehen, Hören, Fühlen.
Durch das Sehen kann man sich den Stoff visuell einprägen. Hierfür eignen sich besondern – bereits angesprochen – Mind Maps, Schemata, Tabellen, Übersichten, Grafiken usw.
Je öfter man etwas hört, desto besser kann man etwas lernen. Dies gilt vor allem für das Auswendiglernen. Sprecht euch eure Karteikarten also immer wieder vor, lest laut oder nehmt euch direkt mit eurem Handy auf, während ihr ein Thema durchsprecht und hört es euch später wieder an.
Beim Fühlen, hier also dem Niederschreiben des Wissens z.B. auf Karteikarten, speichert man besonders gut Informationen. Als Erweiterung hiervon ist das „Selbst-machen“ zu sehen. Habe ich etwas verstanden und kann es selbst durchführen z.B. Gutachten, Rechenaufgabe lösen, dann sitzt es wirklich im Kopf.


10. Pausen einlegen:

Das Gelernte sitzt nicht sofort fest im Kopf. Dieser benötigt zum Verarbeiten Zeit. Deswegen sollte man kleinere Lerneinheiten hinweg am Schreibtisch sitzen und zwischen ihnen Pausen einlegen. Diese Pausen verbringt man allerdings am besten damit aufzustehen, an die frische Luft zu gehen, Atemübungen zu machen usw. Der Blick auf das Smartphone oder das Surfen im Internet sind nicht förderlich. Die Pausen sind auch aus dem Grund wichtig, dass der Kopf ab einer bestimmten Masse an Input nicht mehr neue Informationen aufnimmt. Dann wäre die Lernerei für die Katz.
Doch muss nicht nur zwischen den Lerneinheiten Pause gemacht werden. Allgemein gilt in der meist nervenaufreibende Klausurenphase, dass man Möglichkeiten braucht um Stress abzubauen: Sport, Lesen, Freunde treffen, Yoga, Meditieren, Spazieren, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung usw.


11. Arbeitsplatz:

Je nach persönlichen Vorlieben, ist der Arbeitsplatz für erfolgreiches Lernen wichtig. Häufig wird geraten diesen ordentlich zu halten. Der Arbeitsbereich ist im besten Fall vom Arbeitsbereich zu trennen. Es sollten also nur die Sachen auf dem Schreibtisch liegen, die man jetzt auch zum Lernen braucht. Ganz nach der Devise: So wenig Ablenkung wie möglich! Persönlich mache ich mir zum Lernen eine Duftkerze an, besorge mir eine Flasche Wasser, grünen Tee, eine kuschelige Decke und etwas zum Knabbern. Voll ausgestattet also.


12. Planung:

Damit man nicht in Zeitnot gerät, kann ein Lernplan helfen. In Woche 1 fasse ich zusammen, dann schreibe ich Karteikarten, 2 Wochen vor der Klausur werden Übungen gemacht und schließlich wiederhole ich nur noch. Besonders wichtig: Am Tag VOR der Prüfung nichts Neues mehr lernen, sondern die Zeit zur Entspannung nutzen. Dies gilt ebenfalls für den Prüfungstag selbst. Alles andere artet häufig in Panikattacken aus.


Ich wünsche Euch ganz viel Erfolg für die Prüfungen! 
Eure Simas

Was sind Eure Erfolgsgeheimnisse für erfolgreiches Lernen?


Veröffentlicht von

23, Studentin, Schreiberling, Ronja Räubertochter mit Hang zu rosa und veganer Kosmetik.

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