Kommentar: Der grausame Schweinebaron?

Der Stern berichtete am Montag über den größten Schweinezüchter Europas: Adriano Straathof. Die Behörden in Sachsen-Anhalt haben ihm die Tierhaltung verboten.
Noch sei der Bescheid jedoch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft ermittle bereits seit 2013 gegen Straathof. Man werfe ihm Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor. Laut Stern würden Veterinäre seit 2009 vor allem eine zu enge Haltung der Zuchtsauen, mangelnde Versorgung verletzter Tiere sowie starke Verschmutzung von Tier und Stall bemängeln. 
Den vollen Artikel könnt ihr unter: http://www.stern.de/wirtschaft/news/aus-fuer-schweine-baron-adrianus-straathof-erste-behoerde-macht-schluss-mit-der-sauerei-2158803.html nachlesen. 
Als die grausamen Bilder der Massentierhaltung auf Facebook gepostet wurden, wurden Kommentare getippt und der Artikel geteilt, was die Tasten hergaben. 

Doch warum eigentlich solch ein Aufschrei? Jeder mit einem funktionierenden Menschenverstand, wird sich zum einen doch wohl denken können, dass es in der Massentierhaltung „Opfer“ gibt. Zum anderen gab es schon zahlreiche Artikel, Reportagen, Fotostrecken, Dokumentationen zu genau diesem Thema. 
Doch worin ist der Mensch am besten: Verdrängen und Augen verschließen. Wer glaubt denn bitte schon, dass Fleisch für ein paar Euro ein glückliches Leben hatte? Um so Geld verdienen zu können, muss man schließlich auf Masse setzen. 
Aber man will trotzdem seinen Cheeseburger, Kochkässchnitzel, Würstchen, Mettwurst usw. usw… Denkt man beim Essen daran, dass dieses Tier, was ich gerade esse, kotverschmiert, übersät mit Wunden, vollgepumpt mit Antibiotika war? Nein! Würde auch sicherlich den Appetit verderben. 
Unter den Kommentaren auf Facebook war auch oftmals zu lesen, dass Nutztiere ein lebenswertes Leben haben sollten. Schöner Gedanke. Denkt man sich dann beim Essen: Lecker dieses glückliche Schwein? 
Würde ich jetzt auf das Thema Nutztier eingehen, könnte ich wohl gar nicht mehr aufhören zu tippen. Das will ich euch aber ersparen. Nur so viel: Der Grund für jegliche Tierquälerei, liegt doch in der Hybris des Menschens sich gegenüber allem und jedem höher zu stellen. Wir wollen uns die Tiere und sogar die Natur Untertan machen.
Letztlich ist es nämlich so: Jedes LEBEWESEN will auch LEBEN. Dieser Instinkt ist natürlich. Und wenn das Schwein auch noch so glücklich war – bringe ich es um, habe ich es dennoch gequält und daran gehindert zu LEBEN.
Wir müssten uns einfach bewusst werden, dass unsere morgendliche Wurst nicht in ihrer Plastikverpackung geboren ist. Jeder der Fleisch essen will, sollte einmal ein Tier selbst geschlachtet haben. Wer das nicht über sich bringt, der sollte lieber bei Gemüse bleiben. 
Statt Krebs auf der Kippenpackung also lieber totes Schwein im Kühlregal. 
Bon Appetit!  


Veröffentlicht von

23, Studentin, Schreiberling, Ronja Räubertochter mit Hang zu rosa und veganer Kosmetik.

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